Detailinformationen über die drei Beschallungsanlagen, die uns im Rahmen von Live-Tests
für
die Fachzeitschrift
Production Partner freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.
 

Live-Test "Dynacord Processor-System P7" 14.06.1996

Der Live-Test fand (...) bei einer Discothekenveranstaltung in einem Festzelt mit 1500 m² Grundfläche in einem idyllischen Dorf am Niederrhein statt. Vor Veranstaltungsbeginn stand bereits ausreichend Zeit für eine ausführliche Hörprobe mit anspruchsvollem Musikmaterial zur Verfügung. Neben einigen Rock- und Pop-Produktion wurden primär Jazz Aufnahmen mit vorwiegend akustischen Instrumenten bei unterschiedlichen Pegeln bis an die Belastungsgrenze abgehört. Die tonale Abstimmung der Anlage mit vier Bässen und vier Topteilen konnte bereits ohne zusätzliche EQ's überzeugen, lediglich eine leichte Dämpfung der Bassboxen schien angebracht. Die erreichbaren Pegel waren in Anbetracht der für diese Verhältnisse kompakten Lautsprecher sehr hoch und erfüllten auch im später mit 1500 Gästen gefüllten Zelt alle Erwartungen. Insbesondere im Bassbereich schienen noch gewisse Reserven vorhanden zu sein. Als Kritikpunkt müssen gewisse Unsauberkeiten im Arbeitsbereich des 2"-Treibers an der Belastungsgrenze genannt werden. Die sehr tiefe Trennfrequenz in Kombination mit nur 6 dB/Okt. Flankensteilheit und einem für diesen Frequenzbereich zu kleinem Horn schienen den 2"-Treiber hier doch zu überfordern. Erwartungsgemäß erwiesen sich die meßtechnisch kritisierten Schlitzstrahler mit ihrer luftigen und hochauflösenden Wiedergabe klanglich als angenehm. Trotz hoher Umgebungstemperaturen zeigten die Endstufen nach ca. 5 Stunden Dauerbetrieb an der Belastungsgrenze keinerlei übermäßige Erwärmung. Auch die Handhabung der Anlage betreffend, die problemlos in einem VW-Bus zum Veranstaltungsort transportiert wurde und ohne Anstrengung in wenigen Minuten aufgebaut war, konnte nur Positives vermerkt werden. Dank der mitgelieferten Transport-Karre und des geringen Gewichtes kann diese Anlage sogar von einer Person alleine verladen und installiert werden, was bei Systemen dieser Kategorie sonst eher unüblich ist.
(Bilder: Subs, Tops, Amps)


Quelle: Production Partner 6/96, MM-Musik-Media-Verlag GmbH


Live-Test "JBL Horn Loaded Array System HLA" 13.06.1997

Zum Live-Test standen vier Bassboxen, vier Topteile und je zwei Ampracks für die Bässe und die Tops zur Verfügung. Angesteuert wurde die Anlage von einem DSC-280 Controller, der speziell für dieses Setup vorher eingemessen wurde. Für die acht 18"-Speaker standen so immerhin 10,4 kW Verstärkerleistung und für die Topteile nochmalig ca. 6 kW bereit. Diese alles in allem ca. 1500 kg schwere Kombination beanspruchte für den Transport annähernd einen halben 7,5-Tonner und konnte am Veranstaltungsort dank der übersichtlichen Verkabelung und guten Handhabung in ca. ½ Stunde unter Mithilfe von drei (wenig geübten) Stagehands aufgebaut werden. So trug sich dann am Freitag dem 13. auch direkt das Missgeschick zu, dass zwei Boxen von der Laderampe stürzten. Dank der soliden Space-Frame-Konstruktion überstanden die Lautsprecher den Sturz ohne jeglichen Schaden. Ohne Flugmöglichkeiten für das HLA am Veranstaltungsort bedurfte es dann vier kräftiger Träger, um das Stacking der Boxen zu bewältigen. Nach dem Aufbau stellte sich der befriedigende und nicht oft eintretende Zustand eines auf Anhieb in jeder Hinsicht überzeugenden Sounds ein. Klanglich sehr ausgeglichen mit beeindruckendem Bassfundament spielte die Anlage auch bei höchsten Pegeln absolut sauber und angenehm. In dem ca. 1500 Personen fassenden Zelt waren dann auch bei der abendlichen Veranstaltung vor vollbesetztem Haus immer noch riesige Pegelreserven vorhanden. Trotz bedenklich hoher Pegel und des zeitweise sehr basslastigen Musikprogramms war bei keiner der beteiligten Komponenten ein Grenzlastverhalten festzustellen.
(Bilder: Amps und Boxen)


Quelle: Production Partner 8/97, MM-Musik-Media-Verlag GmbH


Live-Test "ML Audio Musica Nova" 18.06.1999

Für einen Höreindruck wurde das System zum einen im reflexionsarmen Meßraum betrieben und zusätzlich bei einer Veranstaltung in einem ca. 2000 Zuschauer fassenden Festzelt eingesetzt. Hier wurden zunächst noch einige aufstellungsbedingte EQ-Einstellungen ausgemessen (...). Aufgrund der Entfernungen bedurfte es einer Höhenanhebung, die von der MusicaNova klaglos verarbeitet wurde. Über den gesamten Zuhörerbereich von ca. 50 m Tiefe und 30 m Breite konnte so ein ausgeglichener Höreindruck erzielt werden. (...) Die Bassüberhöhung darf sicherlich als Geschmackssache bezeichnet werden, wenngleich es dem Musikprogramm der Veranstaltung doch entgegen kam. Der Höreindruck der MusicaNova war geprägt von einem sehr hohen Direktschallanteil, der irgendwelche Raumeinflüsse weit in den Hintergrund drängte und die Arbeit mit dem System leicht machte. Tonal ist das System sehr ausgeglichen, was auch bei extremen Pegeln erhalten bleibt.
(Bilder: Amps und Boxen)


Quelle: Production Partner 8/99, MM-Musik-Media-Verlag GmbH